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Konfuzius Heute - Gib einem Mann einen Fisch und du ernährst ihn ...

Gib einem Mann einen Fisch und du ernährst ihn für einen Tag. Lehre einen Mann zu fischen und du ernährst ihn für sein Leben.

Konfuzius lehrte, dass Bildung der Königsweg zu wichtigen Fähigkeiten ist: Zu gerechtem Tun und zu einer Haltung der Gelassenheit und der Entschlossenheit. Sein Begriff von Bildung beinhaltet nicht die Anhäufung von Wissen. Sie ist vielmehr ein lebendiger Prozess und ermöglicht es jedem Menschen, sich weiterzuentwickeln. Er beschreibt plastisch, welche Einstellung zum Leben wirklich in die Zukunft weist: Nicht die ganz unmittelbare Hilfe ist auf Dauer am erfolgreichsten, sondern die überlegte und geduldige Haltung derer, die anderen Hilfe zur Selbsthilfe geben.

In welche Richtung weist dieser Rat des alten chinesischen Meisters ?

Das Bild vom geschenkten Fisch und im Vergleich dazu das Bild vom Fischer, der für seinen Lebensunterhalt selbst sorgt, macht in aller Deutlichkeit klar, dass direkte Hilfeleistungen ihre Grenzen haben. Genau an der Stelle, wo der Unterstützte sich mit dem richtigen Know-how selbst helfen könnte, kommt Bildung ins Spiel. Wer andere lehrt, das Leben zu meistern, wer ihnen die wirksame Unterstützung gibt für ihr eigenes Tun, bewirkt auf Dauer mehr als jeder barmherzige Spender. Nachhaltigkeit ist angesagt, heute genauso wie früher. Freilich bedeutet das, Geduld zu üben, einen langen Atem zu haben, Zeit und Ressourcen zu opfern. Es bedeutet auch, Wissen weiterzugeben, nicht nur Material oder Geld zu verschenken. Es bedeutet, für die Zukunft zu arbeiten und dem Beschenkten seine Würde zu lassen, aber auch, ihn zu fordern und Mitarbeit von ihm zu erwarten.

Gerade heute ist diese Weisheit bedeutungsvoll

Wer Bildungsprozesse anregt, statt Almosen zu verschenken, investiert in die Zukunft. Bildung in jeglicher Form macht sich bezahlt, das vergessen wir allzu oft, denn sie kostet Geld und die Investition wirkt sich nicht sofort sichtbar aus. Konfuzius empfiehlt zu Recht eine Haltung des Vertrauens in die Zukunft. Er plädiert unbedingt für die Anregung und Hilfe zu eigenständigem Tätigwerden. Immer nur beschenkt zu werden schwächt auf Dauer, das eigene Tun jedoch stärkt.

Nur eine Seite der Medaille

Grossteils stimme ich eurer Interpretation zu. Nur etwas fehlt: Einem hungernden Mann sollte man einen Fisch geben, bevor man ihn das Fischen lehrt - damit er die Lehre auch überlebt. Manchmal ist direkte Hilfe auch wichtiger, weil die Bedrohung / Not so unmittelbar ist, dass Hilfe zur Selbsthilfe als erster Schritt schlicht zu langsam wäre. Letztlich ist ein Abwägen notwendig, in welcher Situation welches Verhalten angemessen ist.

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